Moderne Impulse und Generationengerechtigkeit:

Senioren-Union informiert sich über Vorhaben in Olsberg

Olsberg. Generationengerechtigkeit und moderne Impulse für eine Stadt schließen sich nicht aus – im Gegenteil: Sie sorgen dafür, dass eine Kommune Bausteine entwickelt, um den demographischen Wandel aktiv zu gestalten. Diese Erkenntnis nahmen die Mitglieder der Olsberger Senioren-Union aus einer hervorragend besuchten Info- und Diskussionsveranstaltung im Olsberger Ratssal mit.

Unter Leitung von Karl Metten, Vorsitzender der Senioren-Union Olsberg, ging es in der Zusammenkunft vor allem um die aktuellen und geplanten Baumaßnahmen im Olsberger Stadtgebiet. Eine davon: Die „Revitalisierung“ des Geländes, auf dem sich das frühere Olsberger Krankenhaus befindet. Das Interesse an dem Projekt sei nicht nur in der Bürgerschaft groß, informierte Bügermeister Wolfgang Fischer aus erster Hand: Auch zahlreiche Interessenten haben mit der Stadtverwaltung Kontakt aufgenommen, um ihre Ideen für eine künftige Nutzung vorzustellen.

Hintergrund: Nach mehrjährigen Gesprächen und Bemühungen ist es der Stadt Olsberg gelungen, das Areal des ehemaligen Krankenhauses zu erwerben. Der Vorteil: „Hier haben wir eine große Fläche in unmittelbarer Nähe zum Stadtkern – und hier können wir wichtige Impulse für die Stadtentwicklung geben“, so Wolfgang Fischer. Weiterer positiver Aspekt: Bei einer Überplanung des Grundstücks könnte eine gesicherte Zufahrt zu den benachbarten Schulen geschaffen und die Parksituation verbessert werden.

Angedacht ist, den nördlichen Teil des Grundstücks Investoren anzubieten, die hier Ideen für barrierefreies und generationengerechtes Wohnen umsetzen können. Der südliche Bereich könnte dann für soziale Zwecke genutzt werden – etwa für Tagespflege, Wohnen für Demenzkranke oder vergleichbare Wohnformen. Wichtig: Die Stadt Olsberg werde hier selbst nicht bauen, so Bürgermeister Fischer: „Aber natürlich werden Stadtrat und Verwaltung die Entscheidungen treffen, was hier umgesetzt wird.“

Wermutstropfen: Um den rechtlichen Anforderungen Genüge zu tun, muss die Stadt Olsberg die Planung des Geländes europaweit ausschreiben. Ein aufwändiges Verfahren, so Wolfgang Fischer: „Deshalb warne ich auch vor übertriebenen zeitlichen Erwartungen – wir müssen Geduld haben.“

Infos gab es ebenso zu den Themen Kreisverkehr Bahnhof- / Hüttenstraße und Kneipp-Erlebnispark. Laut Wolfgang Fischer liegen die Arbeiten zum künftigen Kreisverkehr voll im Zeit- und Kostenplan. Die komplexen Arbeiten umfassen auch alle Erneuerungen von Ver- und Entsorgungsleitungen. Eine Herausforderung ist die Vollsperrung am Knotenpunkt von Bahnhof- und Hüttenstraße – allerdings: „Die Vorgaben zur Arbeitssicherheit lassen keine andere Lösung zu“, so Bürgermeister Fischer. Positiver „Nebeneffekt“: Die Vollsperrung wird die Bauzeit deutlich verkürzen.

Mehr Aufenthaltsqualität für Einheimische wie Gäste wird auch der neue Kneipp-Erlebnispark mit sich bringen, zu dem die innerstädtischen Grünanlagen weiterentwickelt werden. In Kürze sollen die Ausführungsplanungen beschlossen und die Aufträge vergeben werden. Wolfgang Fischer: „Der Kneipp-Erlebnispark wird eine weitere Aufwertung unserer Innenstadt mit sich bringen.“